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Andermatt Swiss Alps

Interview mit Bo Halvardsson, dem Geschäftsführer der Andermatt-Sedrun Sport AG

Bo Halvardsson, technischer Direktor von SkiStar, ist für die Skigebietserweiterung Andermatt/Sedrun verantwortlich. Im Interview erzählt er von seinem Wunsch, eine Ski-Destination für alle Generationen zu entwickeln.

Weiss eigentlich irgendeine Menschenseele in Ihrem Heimatland Schweden, wo Andermatt liegt?

Bo Halvardsson: O ja! In Skandinavien ist Andermatt ein bekannter Ort: als Freeride-Mekka. Alle Freerider bei uns kennen Andermatt. Mitte der Siebzigerjahre gab es sogar Charterflüge von Schweden nach Andermatt. Zwar habe ich nie eine Reise gebucht, aber ich erinnere mich noch gut an die Kataloge.

Wann waren Sie dann das erste Mal in Andermatt auf Skiern unterwegs?

Bo Halvardsson: Vor zwei Jahren. Aber nicht aus Spass, sondern wegen der Arbeit. Ich habe die Pisten studiert und war daher sehr langsam unterwegs.

Hat Sie etwas besonders beeindruckt?

Bo Halvardsson: Gemsstock, Nätschen und Sedrun sind drei völlig unterschiedliche Skigebiete, mit komplett anderem Charakter.

Sie haben nun die Aufgabe, diese drei Gebiete zusammenzuführen. Dafür dürfen Sie 130 Millionen Franken ausgeben. Können Sie sich da jeden Wunsch erfüllen?

Bo Halvardsson: Erfüllen muss ich die Wünsche aller unserer Gäste! Wir werden diesen Winter alles daran setzen, diese Wünsche kennenzulernen. Erst danach können wir optimal investieren.

Was ist schwieriger: Ein bestehendes Skigebiet weiter zu entwickeln oder ein Gebiet neu zu bauen?

Bo Halvardsson: Optimal ist immer, bei null zu beginnen. Ich kann Bahnen und Pisten dann so bauen, dass jede Bergstation immer auf vier Generationen ausgerichtet ist.

Das bedeutet?

Bo Halvardsson: Von jeder Bergstation führen vier Pisten ins Tal: eine schwarze, eine rote, eine blaue und – bei uns in Skandinavien – auch noch eine grüne für die ganz Kleinen. Unser Traum ist, dass vom Urgrossvater bis zum Urgrossenkel jeder die gleiche Bahn nehmen kann und dann eine Piste findet, die optimal für ihn passt. Wenn wir für alle Gästesegmente ein passendes Angebot haben, werden wir erfolgreich sein.

Damit Sie in Andermatt und Sedrun erfolgreich sind, steht Ihnen auch Skilegende Bernhard Russi  beratend zur Seite. Wie wichtig ist er für Sie?

Bo Halvardsson: Es ist fantastisch, mit ihm zu arbeiten. Als Andermatter kennt er die Region bestens, und ausserdem ist er weltweit die Nummer eins im Bau von Weltcuppisten. Eine touristisch perfekte Anlage zu bauen ist jedoch etwas anderes. Hier liegen wir in Skandinavien weit vorn. Vor allem bei den Skigebieten für Kinder sind wir führend.

 

Bo Halvardsson führt das operative Geschäft der Andermatt-Sedrun Sport AG. Der 57-jährige Schwede ist bei der schwedischen Firma SkiStar zuständig  für die Entwicklung von Skigebieten. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Das ganze Interview mit Bo Halvardsson und vieles mehr lesen Sie hier.

Hier erfahren Sie mehr über die Skigebietserweiterung Andermatt und Sedrun.

Andermatt Swiss Alps und das Team, das hinter dieser aufstrebenden Destination steht, lernen Sie im Destination Film hier kennen.

 

TAGS: Andermatt Swiss Alps, Bernhard Russi, Bo Halvardsson, Ski, Sedrun, Andermatt, SkiStar, Skigebiet, Piste, Gemsstock, Nätschen.

5 Kommentare

  1. Hans Müller

    Sehr geehrter Herr Halvardsson
    Zuerst wünsche ich Ihnen viel Glück und Erfolg bei Ihrer Arbeit. Viele Dinge fangen schon im kleinen an und kosten nicht mal viel. Vorallem beginnt alles schon bei der Freundlichkeit bei dem Personal an den Liften. Es gibt diese bereits aber es könnte noch mehr sein. Ein Lächeln kostet nichts. Letztes Wochenende war ich am Samstag am Gemstock und die obere Sektion hat erst später geöffnet wegen den Lawinensprengungen, was auch in Ordnung und verständlich ist. Wir haben uns dann entschlossen solange bis die Bahn aufgeht mit dem Sessellift ein paar Fahrten zu machen. Dort mussten wir feststellen das die Sessel alle noch mit Schnee bedeckt waren. Man musste sich sprichwörtlich in den Schnee auf den Seessel setzen. Nach drei Fahrten hatten wir alle einen nassen „Arsch“. Ich erinnere mich das wenn wir früher in Österreich waren, das Personal die Sessel mit Besen gereinigt hatte und zum Teil wurden sogar Wolldecken verteilt. Das mit den Wolldecken erwartet ich nicht, aber das man einen Besen in die Hand nimmt und die Sessel mindesten versucht so gut es geht vom Schnee zu reinigen. Sie sehe es fängt im kleinen an und für Kundenfreundlichkeit brauchen Sie nicht mal die 130 Mio. anzubrauchen. (Das gleiche mit dem Schnee auf den Sesseln ist mir am Nätschen auch schon passiert).
    Also ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg, auf Ihren Schultern Lasten grosse
    Hoffnungen und Erwartungen, eben auch schon im Kleinen, vieler Kunden, die für das Skigebiet in Ihnen die letzte Change sehen.

    Freundliche Grüsse

    Hans Müller

    • Andermatt Swiss Alps

      Sehr geehrter Herr Müller,

      herzlichen Dank für Ihre Nachricht und Ihre guten Wünsche. Nicht zuletzt möchte ich mich aber vor allem für Ihre konstruktive Kritik bedanken. Ich bin absolut einig mit Ihnen, dass Verbesserungen im Kleinen beginnen.
      Ich möchte Sie um Verzeihung bitten, dass Sie am letzten Samstag auf schneebedeckten Sesseln Platz nehmen mussten. Das war ein Versäumnis unsererseits und darf nicht passieren.
      Kundenzufriedenheit hat bei SkiStar oberste Priorität. Und mit dieser Leitidee nehme ich auch meine Führungsaufgaben bei der Andermatt-Sedrun Sport AG wahr. Kunden-Befragungen sind daher für uns ein ganz wichtiges Arbeitsinstrument. Wir haben in der Skiarena Andermatt-Sedrun bereits erste Umfragen durchgeführt und versuchen, möglichst zeitnah die Verbesserungsvorschläge umzusetzen. Deshalb sind uns Rückmeldungen wie die Ihrige sehr wichtig. Seien Sie versichert, dass ich Ihre Anmerkungen aufgenommen habe.

      Wir hoffen, Sie bald wieder auf unseren Pisten begrüssen zu dürfen.

      Freundliche Grüsse
      Bo Halvardsson

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