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Andermatt Swiss Alps

Urner Spezialitäten – Einfach lecker

Zürcher Geschnetzeltes, Bircher Müsli, herzhaftes Raclette oder die berühmte Schokolade sind Spezialitäten, die bis weit über die Landesgrenzen der Schweiz bekannt sind.

Brischtner Nytlä, Ryys und Boor oder Ürner Chäässuppä hingegen werden eher den wenigsten Feinschmeckern bekannt sein. Zu Unrecht, denn die Spezialitäten aus dem Schweizer Kanton Uri sind mindestens genauso schmackhaft wie die international bekannten Gaumenfreuden der Schweiz. Die typischen Gerichte der Urner sind deftig und mit wenigen Zutaten umzusetzen – genau richtig als als Stärkung nach einem Tag draussen in der Natur.

hauswürsteDie wohl bekannteste Spezialität aus dem Kanton in der Zentralschweiz sind die „Urner Hüswirscht“ (Urner Hauswürste). Dabei handelt es sich um eine Rohwurst, die jeweils zu einem Drittel aus Rind- und Schweinefleisch besteht; der restliche Fleischanteil ist, je nach Rezept, Hirsch- und/oder Ziegenfleisch. Wein, Knoblauch, Pfeffer, Muskatnuss und Macis sind weitere Zutaten für die 10-15 cm langen Würste. Das Rezept für die „Urner Hüswirscht“ ist nicht reglementiert und so hat jede Metzgerei, und auch viele der ansässigen Familien eine eigene, geheime Zusammensetzung. Ganz traditionell wurde früher Schweinemagen in der Wurst verarbeitet, heutzutage verwendet der Metzger diesen allerdings nur noch auf speziellen Wunsch. Damals wurde die Wurst an der frischen Bergluft zum Trocknen aufgehängt. Das Klima des Föhns trocknete die Delikatesse jedoch aussen zu stark an, weshalb man sie heute meist in klimatisierten Trocknungsräumen reift. Alternativ kann man die rohe Wurst auch 10-15 Minuten in heissem Wasser sieden, anstatt sie zu trocknen. Bereitet man die „Urner Hüswirscht“ auf diese Weise zu, wird sie traditionell mit „Ryys und Boor“ serviert.

„Ryys und Boor“ ist ebenfalls eine Urner Spezialität, die ursprünglich als Fastenspeise serviert wurde. Bei diesem Gericht wird Ryys (Reis) zu gleichem Anteil mit Boor (Lauch) vermischt und mit Zwiebeln und Bouillon so lange gekocht, bis er die Konsistenz von Risotto erreicht hat. Verfeinert wird das Gericht am Ende noch mit etwas geriebenem Käse und einem Guss von Zwiebel-Knoblauchbutter.

Ebenfalls darf die „Ürner Chäässuppä“ auf keiner Urner Speisekarte fehlen: Eine cremige Käsesuppe, die – je nach Geschmack – mit Kompott von Dörrzwetschgen oder Salat und Salzkartoffeln serviert wird. Auch hier ist die Zubereitung der Spezialität recht simpel. Altbackenes Brot wird mit Bouillon übergossen, eingeweicht und anschliessend aufgekocht. Dann wird die wichtigste Zutat, eine grosse Portion geriebener Käse, untergerührt. Verfeinert wird auch diese Spezialität wieder mit einem Guss von  Zwiebel-Knoblauchbutter.

Natürlich kommen auch die Süssspeisen in Uri nicht zu kurz. Besonders beliebt als Dessert ist die „Brischtner Nytlä„: Dörrbirnen werden in reichlich Rotwein gekocht und der Kochsud anschliessend zu einem Sirup einreduziert. Die Birnen werden traditionell mit dem Sirup und viel aufgeschlagenem Rahm angerichtet.

Ob herzhaft oder süss, würzig oder raffiniert, die Urner glänzt mit vielen Köstlichkeiten. Wem sich die Gelegenheit bietet, einmal ein solches Gericht zu probieren, der sollte nicht zögern, eines der Schmankerl zu bestellen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch in einem der lokalen Restaurants in Andermatt?

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