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Andermatt Swiss Alps

Ein Blick hinter die Fassaden

Dieser Tage kommt auch beim zweiten neuen Haus im Resort das Gerüst weg. Dann hat man einen freien Blick auf die Fassaden der ersten beiden Apartmenthäuser Steinadler und Hirsch. Doch was man sieht, das ist bloss die äusserste Schicht einer komplex aufgebauten Wand. „Wir haben es hier mit sieben Schichten zu tun“, erklärt uns Projektleiter Floriano Cuoco, der täglich vor Ort die Bauarbeiten koordiniert.

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Kleider machen bekanntlich Leute, doch nicht nur. Auch unsere Apartmenthäuser präsentieren sich mit ihren sehenswerten Holzfassaden im besten Kleide. Diese äusserste Schicht der Häuser verdient daher auch eine besondere Beachtung. Die Apartmenthäuser tragen eine sogenannt vorvergraute Horizontalschalung aus Lärchenholz. Das bedeutet, dass das Holz vor der Montage mit einer Glasurfarbe behandelt wurde. „Das frische Holz bekommt einen graugrünen Anstrich, um vorerst etwas älter zu erscheinen. Aufgrund der alpinen Wetterverhältnisse altert das Holz dann aber auf natürlichem Weg und sieht im Laufe der Zeit der Glasur ähnlich“ erklärt Cuoco. Auf diese Weise ist die Holzfassade jederzeit gut geschützt und verlangt – vor allem in den ersten Jahren – kaum Pflege. Das Lärchenholz stammt übrigens aus der Schweiz und wurde von einem lokalen Holzbauunternehmen montiert.

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Doch erlauben wir uns nun einen Blick hinter die Fassade, beziehungsweise auf die hinter dem hölzernen Horizontalschalung liegenden Schichten: Zuerst folgt die Hinterlüftung. Sie sorgt dafür, dass das Lärchenholz keinen Schaden nimmt durch Feuchtigkeit von aussen. Schicht Nummer drei ist eine Art Windstopper-Jacke für das Haus. Das sogenannte Windpapier stellt sich dem ältesten Urner, dem Föhn, in den Weg und verhindert, dass er ins Gebäudeinnere gelangt. Die nächste Schicht ist deutlich robuster: Ein Gitternetz aus Holzlatten stützt die gelbe Mineral- und Glaswolle. Diese dicken Isolationselemente speichern die Raumwärme in den Gebäuden.

Die fünfte Schicht ist gleichzeitig auch der tragende Kern der ganzen Wand. Sie besteht aus rund 20 cm grauem Beton und sorgt damit für die Stabilität des Gebäudes.

Die letzten beiden Schichten bis zur Gesamtwanddicke von rund 55 cm findet man im Gebäudeinneren. Auf die Betonwand wird zuerst eine Tragkonstruktion aus Holzlatten montiert, und am Schluss folgt darauf die Wandverkleidung nach innen. Oft ist das eine schöne Holztäfelung aus naturbehandelten Lärchen, die der Ferienwohnung das gewisse alpin-heimelige Etwas geben. Denn wie gesagt, Kleider machen Leute – und Apartmenthäuser.

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Hinterlüftung Fassade

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