Skip to navigation (Press Enter) Skip to main content (Press Enter)
Andermatt Swiss Alps

Bauen im Winter von Andermatt

Chedi Residenzen Innenausbau  (31)_bearb.

Die Bauarbeiten gehen in Andermatt auch bei winterlichen Temperaturen weiter. Bedingung dafür ist allerdings, dass die Gebäudehüllen geschlossen sind, also Dach drauf, Türen und Fenster montiert. Ist dies der Fall kann der Innenausbau unabhängig vom Wetter erfolgen. Oder wenigstens fast. Denn all zu kalt darf es natürlich trotzdem nicht werden. Thomas Balzli, Projektleiter auf der Baustelle der Chedi Residenzen, hat uns auf eine Besichtigungstour mitgenommen. Beim Betreten des Baustellenareals fallen zuerst natürlich die meterhohen weissen Wände auf. Während der kalten Wintermonate, wo es teilweise bis zu minus 20 Grad kalt werden kann, sind die Gebäude mit Kunststoffplanen eingepackt. Ein perfekter Wetter- und Wärmeschutz für die Fassadenbauer, die täglich auf den Gerüsten arbeiten und im Moment vor allem die Natursteinelemente anbringen. „Grosse Baustellenheizungen blasen warme Luft in den Raum zwischen Fassade und Plane. So können die Arbeiten ohne Gefriergefahr weitergeführt werden, und auch das Innere der Häuser bleibt auf diese Weise warm genug. Solche oder ähnliche Wärmegeräte stehen häufig auch bei grossen Festzelten im Einsatz“, erklärt uns Thomas Balzli.

Chedi Residenzen Innenausbau  (21)_bearb.

Warm eingepackt ist der Arbeiter am Betonmixer im Freien. Er bereitet für seine Kollegen im Gebäudeinnern mit Sand und Wasser die Betonmischung für Unterlagsböden zu. Sie wird über eine lange Rohrleitung direkt in die einzelnen Räume gepumpt.

Und so riecht es dann beim Betreten der Gebäude auch entsprechend nach frischem Beton. So viel ist klar: hier befinden wir uns definitiv auf einer aktiven Baustelle. Kaum betreten wir den ersten Raum, ist ein freundliches „Hallo Herr Balzli“ aus der Ecke zu hören. Ein Bauleiter der Firma Consonni begrüsst uns und erläutert den aktuellen Stand der Arbeiten. Sein Team ist im Moment mit der Montage der Leichtbauwände beschäftigt, die unmittelbar auf die Unterlagsböden fixiert werden. „Diese Leute machen aus Räumen gross wie Turnhallen wohnliche Apartments“, schmunzelt Balzli. Am anderen Ende des Raums blendet uns grelles Licht. Es sind Sanitärinstallateure und Elektromonteure, die Rohinstallationen einbauen bevor die Leichtbauwände beplankt werden.“Beplanken“ bedeutet dabei nichts Anderes als die gestellten Wände mit Gipsplatten einzukleiden.

Chedi Residenzen Innenausbau  (35)_bearb.     Chedi Residenzen Innenausbau  (14)_bearb.

Im gegenüberliegenden Gebäude werden am Boden grad kreisförmig meterweise rote Leitungen ausgelegt. Das ist die Bodenheizung, die im nächsten Winter für wohlige Wärme in den Wohnungen sorgen wird. Die Heizungsleitungen sind allerdings nicht flächendeckend verlegt: Verschiedentlich sind am Boden Bereiche markiert, die von den Leitungen frei bleiben müssen. „Auf diese Markierungen werden Küchenkombinationen oder Badewannen geschraubt. Dies ist an den Wasserzu- und abflüssen erkennbar.“

Chedi Residenzen Innenausbau  (19)_bearb.     Chedi Residenzen Innenausbau  (20)_bearb.

Mit den Unterlagsböden inklusive Heizung und den Zwischenwänden ist der Standardausbau in Kürze bereits abgeschlossen. Doch der Innenausbau beginnt dann erst richtig. Thomas Balzli erklärt: „Nachdem die Standard-Installationen abgeschlossen sind, werden die individuellen Kundenwünsche miteinbezogen.“ Hierbei bekommt er Unterstützung von seinem Arbeitskollegen Philipp Eigenmann und dem leitenden Architekten Beat Jäggi.

Aber auch zuoberst im Haus gibt’s noch Arbeit: Nach der Fertigstellung der Fassaden folgt als nächster Meilenstein dann der Ausbau der Dächer. Dafür muss aber erst der Schnee schmelzen. Sobald es die Temperaturen zulassen, werden diese Arbeiten – vermutlich Mitte Mai – in Angriff genommen. Dazu braucht es dann hoffentlich keine Heizungen mehr.

Neuen Kommentar schreiben

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus.