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Andermatt Swiss Alps

Frühaufsteher wegen Andermatter Schnee

Baustellenräumung_bearb.

Trotz Frühlingstemperaturen in der Schweiz werden in Andermatt die Schneepflüge noch lange nicht weggesperrt. Die Erfahrung aus vergangenen Jahren zeigt, dass auch im März in der Urner Feriendestination noch mit Schnee zu rechnen ist.

Bei den Andermatter Familien Danioth und Poletti wird dem Wetterbericht im Winter besondere Beachtung geschenkt. Und das mit gutem Grund: In diesen zwei Haushalten wird nämlich die Schneeräumung von Andermatt koordiniert. Sandro Danioth ist für das Resorts Andermatt Swiss Alps zuständig, und Karl Poletti für die Gemeinde.

Während der langen Wintersaison von Dezember bis März entscheiden die beiden Einheimischen jeweils am Vorabend, ob und wann ihre Räumungsequipe raus muss. Oftmals müssen sie dafür nicht einmal den Wetterbericht konsultieren, sondern öffnen ganz einfach das Fenster und schauen zum Himmel und deuten die Wolken, den Wind und die Sichtverhältnisse.  Je nach dem heisst es unter Umständen am nächsten Tag dann sehr früh aufstehen: „Sobald acht Zentimeter Neuschnee liegen, setzen wir uns um 4.00 Uhr in der Früh in den Schneepflug. Aus Sicherheitsgründen räumen wir zuerst vor dem Feuerwehrlokal und beim Arzt“, erklärt Karl Poletti. Sandro Danioth und sein Team dürfen etwas länger schlafen. Eine Stunde, um genau zu sein. Zuoberst auf ihrer Prioritätenliste stehen die Baustellenzufahrten beim Resort sowie die Einfahrt des Hotels The Chedi Andermatt.

Schneeschleuder mit Bruno Senn_bearb.  Fendt mit Zaugg Schneeschorre_bearb.

Spezielle Vorgaben als Wintersport-Destination
Nicht immer soll aber der ganze Schnee weggeräumt werden: „Als Wintersport-Destination sind wir angehalten, gewisse Strassen schneebedeckt zu belassen“, erklärt uns der Ex-Gemeindepräsident Karl Poletti. In Andermatt gibt es durch das Dorf eine Schneefahrbahn, die mehrmals wöchentlich einer Pflege unterzogen wird. Der Schneekratzer drückt den Schnee auf den Asphalt, wodurch eine gleichmässige Ebene entsteht – gut zu vergleichen mit einem Pistenbully im Skigebiet. „Dank diesem Vorgehen können wir viel Salz sparen. Früher verbrauchten wir pro Winter 12 – 14 Tonnen Streusalz – heute sind es noch eineinhalb Tonnen.“

Schnee geht in die Schöllenen
Gross sind oftmals auch die Schneemengen. Während es für Kinder zum Austoben nie zu viel Schnee haben kann, gibt es für die Räumungsteams eine Obergrenze. Sobald sich bei Parkplätzen oder am Strassenrand grosse Schneemengen ansammeln, transportieren lokale Transportunternehmen den Schnee mit Lastwagen in die Schöllenenschlucht. „Im Jahre 1999 hatten wir so viel Schnee in die Schöllenen gekippt, dass wir mit dem Transporter die Schlucht hätten überqueren können“, erinnert sich Karl Poletti. Immer wird der überschüssig Schnee aber nicht in die Schöllenen gekippt. Der Andermatter-Schnee ist nämlich sogar in den Talebenen gefragt: Für den Freestyle-Contest HillJam am kommenden Samstag wurden dieser Tage beispielsweise mehrere Tonnen Schnee nach Buochs transportiert.

Bagger Ursern Transport_bearb.  Schneefräse mit LKW_bearb.

Fakten Räumungsteams
Andermatt Swiss Alps AG
Gemeinde
– 5 Personen – 3 Personen
– 1x Traktor Fendt mit Pflug
und Heckschaufel
– 1x Fahrzeug mit Pflug
und Salzauflader
– 1x Schneefräse – 1x Schneefräse
– diverse Kleingeräte –  diverse Fahrzeuge
von lokalen Transportunternehmen
– 1000 Arbeitsstd. pro Saison – Arbeitsstd. nicht erfasst

 

 

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