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Andermatt Swiss Alps

Es kreucht und fleucht in Andermatt

Auf Golfplätzen gibt es neben Greens, Fairways, Sandbunker, Fischteiche, Wege und Zufahrten auch Flächen, die ganz dem Naturschutz gehören und solche mit extensiv und wenig intensiv genutzten Wiesen, Heckenpflanzen, Amphibienteichen und Bächen. Die Fachstelle Natur- und Landschaftsschutz des Kantons Uri hat darum die Entstehung und den Betrieb des Golfplatzes im Rahmen der Fachkommission Ökologie kontrolliert und begleitet.

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Thomas Ziegler, Agronom, Abteilung Natur- und Heimatschutz ist in der Fachkommission Ökologie vertreten und zeigt sich zufrieden. „Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden. Das Naturschutzgebiet Bäz nordöstlich des Golfplatzes konnte erweitert werden und stellt eine echte Bereicherung dar. Es finden sich dort auch seltene Pflanzenarten wie die sparrige Segge, Sonnentau oder verschiedene Orchideenarten.“ Der Kanton Uri ist verantwortlich für die Pflege und den Unterhalt des Naturschutzgebiets. „Wir beurteilen das Gebiet regelmässig, und es wird dafür gesorgt, dass für die Artenvielfalt optimale Bedingungen herrschen.“ Es ist aber nicht nur das Naturschutzgebiet, welches die Landschaftskammer zwischen Andermatt und Hospental aufwertet. Die Tümpel und Gewässer auf dem Golfplatz sind für Flora und Fauna sehr wertvoll. Es sind klare, positive Tendenzen erkennbar: Bei einer Aufnahme der Vogelwelt im Jahre 2012 konnten 25 Vogelarten festgestellt werden. Mittelfristig dürften einige Vogelarten von den geschaffenen Strukturen profitieren. Auch Schmetterlinge wurden im gleichen Jahr erhoben. 44 Schmetterlingsarten konnten nachgewiesen werden, davon sind 14 Arten in der Roten Liste der gefährdeten Tiere der Schweiz aufgeführt. Die hohe Artenvielfalt liegt vor allem am Naturschutzgebiet Bäz (Bäzhang), das eine ausserordentliche Vielzahl an Lebensräumen auf kleinstem Raum aufweist.

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Der positive Trend wurde aber schon beim Bau des Golfplatzes eingeleitet:  „Wir sind nicht nur darauf bedacht, dass die Bestimmungen zum Naturschutzgebiet eingehalten werden, sondern stellen auch sicher, dass einheimische Hecken und Stauden gepflanzt werden. Um es pointiert zu sagen: Eine Palme hat auf einem hochalpinen Golfplatz nichts verloren.“

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Ein ganz besonderes Lebewesen möchte die Fachkommission Ökologie in Zukunft noch etwas genauer beobachten – die erholungssuchenden Wanderer, die die Naturschutzgebiete auch für sich entdecken: „Was wir jetzt beobachten und auswerten müssen, sind  die weitergehenden Nutzungen durch Erholungssuchende. Dank der ökologischen Vielfalt und landschaftlichen Qualität ist das Gebiet für die Naherholung der Bevölkerung attraktiv geworden.“

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2 Kommentare

  1. Colombo Konrad

    Hallo
    Wie steht es denn tatsächlich mit der Vogelwelt im Bereich und um den Golfplatz? Mit Vermutungen kommt man ja nicht weit!?

  2. Andermatt Swiss Alps

    Geschätzter Herr Colombo
    Besten Dank für Ihre Nachfrage. In einem unserer letzten Blogs haben wir uns mit der Ökologie auf dem Golfplatz auseinandergesetzt (http://blog.andermatt-swissalps.ch/de/2015/07/02/von-munteren-saengern-und-eiszeitrelikten/). Gerade bei den gefährdeten Arten wie der Feldlerche und dem Braunkehlchen sind wir sehr glücklich über den aktuellen Stand. Sehr gerne können sie bei uns im Sales- und Informations Center in Andermatt die Broschüre über die Ökologie auf dem Golfplatz Andermatt beziehen. Es ist in enger Zusammenarbeit mit dem Ökobüro entstanden.
    Freundlich grüsst
    Vanessa Kuhn

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