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Andermatt Swiss Alps

„Die Natur ist unser Chef“

„Ich mache eine Sprengung am Vorgipfel, bist du aus dem Gefahrenbereich?“, fragt Carlo Danioth, Chef Pisten- und Rettungsdienst Andermatt in der SkiArena Andermatt-Sedrun, über Funk seine Kollegen, die mit dem Pistenfahrzeug in der Gegend unterwegs sind. Die Lawinensicherung  der Skigebiete wie etwa am Gemsstock oder am Nätschen-Gütsch  ist eine der grössten Herausforderungen bei seiner Arbeit. „Wir müssen das Gebiet jeden Morgen neu einschätzen und die Hänge beurteilen. Gerade am steilen Gemsstock, im hochalpinen Gelände, ist das anspruchsvoll.“ Die Hauptprotagonisten für diese Einschätzung sind der Wind, der Neuschnee und die Temperatur. Dadurch ist jeder Tag anders.

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Die Arbeit von Carlo Danioth und seinem Team ist wetterabhängig. „Am besten ist es, wenn wir die Pisten am Abend präparieren können. Dann arbeiten wir zwar bis spät in die Nacht, aber der Schnee hat Zeit zu ruhen und sich zu festigen, bevor die Wintersportler wieder aktiv werden.“ Wenn aber der grosse Schnee in der Nacht fällt, dann sind sie morgens um 4 Uhr unterwegs und stellen sicher, dass die Pisten pünktlich und in perfektem Zustand bereit sind. „Unser Tagesablauf wird von der Natur bestimmt. Und das ist auch gut so. Ich habe schon über 25 Wintersaisons hinter mir und bin noch immer fasziniert von meiner Arbeit mit dem Schnee.“ Für ihn und sein Team ist die Wetterfestigkeit unumgänglich. „Wir haben eine lange Wintersaison, ich habe sozusagen während 6 Monaten meine Skischuhe an“, lacht Carlo Danioth. Wer gerne auf den Pisten steht, oder gar seine Freizeit mit Freeriding verbringt, ist beim Pistenteam der SkiArena Andermatt-Sedrun am richtigen Ort. Dann stimmt sicher auch die Erfahrung beim Einschätzen der Situation an den Hängen.

Beschneiung_blog VielSchnee_blog

„Dieses Jahr hatten wir einen guten Start in der SkiArena Andermatt-Sedrun. Mit dem frühen Wintereinbruch Anfang November hat sich vor allem am Gemsstock eine gute Basis gebildet. Natürlich haben wir die Beschneiungsanlagen, aber wenn es zu warm ist, können wir diese nicht einsetzen.“  Neben den ganzen Arbeiten auf der Piste sind Carlo Danioth und sein Team während des Tages auch für die erste Hilfe verantwortlich. Sie übernehmen im Fall eines Unfalls die erste Analyse des Verunfallten und entscheiden, wie er transportiert werden kann – mit dem Schlitten oder dem Helikopter. „Wir haben besonders am Gemsstock viele Freerider, und manchmal müssen deshalb die Bergungen in sehr unwegsamen Gelände vorgenommen werden. Trotzdem anspruchsvollen und hochalpinen Skigebiet passiert aber relativ wenig.“ Das hat sicher auch damit zu tun, dass Carlo Danioth den Berg und die Schneesituation durch seine jahrelange Erfahrung gut einschätzen kann, und wenn nötig einzelne Stellen wegen Lawinengefahr sperrt. Seine erste Priorität gilt auch nach 25 Jahren nach wie vor Tag für Tag der Sicherheit der Wintersportler.

Gemsstock_blog

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