Skip to navigation (Press Enter) Skip to main content (Press Enter)
Andermatt Swiss Alps

Die Urner Wirtschaft floriert

Gastblogbeitrag von BAKBASEL (Markus Langenegger / Marc Ryser)

Wirtschaftswachstum

Urner Wirtschaft: Wachstumsimpulse kommen insbesondere aus dem Tourismus
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im letztjährigen Jahresverlauf eingetrübt, was sich auch im Kanton Uri bemerkbar machte. Im 2015 wird wieder mit einer Wachstumsbeschleunigung gerechnet. BAKBASEL prognostiziert für die Urner Wirtschaft ein ähnliches Wachstum (+2.0%) wie für die Gesamt-schweiz (+1.9%). Das Wachstum dürfte dank besseren Exportaussichten wiederum stärker vom Industriesektor getragen werden. Aber auch die Energiewirtschaft dürfte im Jahr 2015 stärker expandieren als im letzten Jahr. Im Dienstleistungssektor kommen die stärksten Impulse erneut aus dem Gastgewerbe – insbesondere aufgrund der Entwicklungen in Andermatt – sowie aus dem Handel.

Baugewerbe wächst regional überdurchschnittlich
In diesem Jahr wird in Andermatt wieder mit einem grossen Bauvorhaben begonnen, dem Viersternehotel «Radisson Blu». Gleichzeitig sollen der Bau des Schwimmbads und der Ausbau des Skigebiets in Angriff genommen werden. Insgesamt dürfte die Wertschöpfung im Urner Baugewerbe 2015 um 0.8 Prozent zulegen. Dieses Wachstum mag auf den ersten Blick gering erscheinen, im Vergleich mit der gesamten Schweiz ist es jedoch ein deutlich überdurchschnittlicher Wert (CH: -1.3%). Der Rückgang auf Ebene Schweiz wird unter anderem durch die Zweitwohnungsinitiative begründet. Da Andermatt von der Zweitwohnungsinitiative mehrheitlich ausgenommen ist, sind die Auswirkungen der Initiative im Kanton Uri weniger stark zu spüren als in anderen Schweizer Kantonen.

Tourismus mit starkem Wachstum
Der Urner Tourismus gehört im letztjährigen Jahresverlauf eindeutig zu den Gewinnern: Die Hotel-Logiernächte stiegen im 2014 im Vergleich zur Gesamtschweiz überdurchschnittlich. Die Urner Hotellerie hat sich in einem schwierigen Umfeld gut behauptet. Die Entwicklung innerhalb des Kantons verliefen im 2014 aber unterschiedlich: Während die Logiernächte im Urner Unterland zurückgingen, kann im Urserental mit einem deutlich überdurchschnittlichen Plus von einem positiven «Chedi-Effekt» gesprochen werden. Die steigende Entwicklung der Logiernächtezahlen im Kanton Uri hat nicht nur Auswirkungen auf die Beherbergungsbranche, sondern führt auch zu einer höheren Nachfrage in der Gastronomie.

Letzten Herbst wurden in Andermatt zwei Appartementhäuser bezogen und ein drittes soll im Verlauf des Winters 2014/2015 folgen. Diese Kapazitätszunahme dürfte im neuen Jahr erneut mehr Gäste nach Andermatt bringen. BAKBASEL rechnet für das Urner Gastgewerbe fürs 2015 mit einer Zunahme der Bruttowertschöpfung um 4.5 Prozent (CH: +1.6%).

 

BAK Basel Economics AG (BAKBASEL) ist ein unabhängiges Forschungsinstitut, das volkswirtschaftliche Analysen und Prognosen erstellt und Beratungsdienstleistungen auf empirischer und quantitativer Ebene anbietet. Im Fokus der Arbeiten stehen gesamtwirtschaftliche sowie branchen- und regionenspezifische Fragestellungen, sowohl aus konjunktureller als auch struktureller Sicht. Seit Mitte der Neunziger Jahre hat sich BAKBASEL darauf spezialisiert, anhand von unterschiedlichen Methoden Branchen auf regionaler Ebene zu analysieren. Das Augenmerk richtet sich insbesondere auf internationale Vergleiche der Standortqualität und wirtschaftspolitische Themen. Methodisch konzentriert sich BAKBASEL auf die drei Kompetenzfelder Benchmarking, Strukturanalysen und Prognosen. Auftraggeber sind Regierungen, Verwaltungen, Verbände, Stiftungen und Unternehmen.

Neuen Kommentar schreiben

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus.