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Andermatt Swiss Alps

Von der Langlaufloipe zum Fairway

Ein Golfplatz auf 1‘440 m ü. M. braucht etwas länger, bis er im Frühling wieder spielbar ist, als ein Platz im Flachland. „An Ostern zogen auf dem Golfplatzgelände die letzten Langläufer ihre Runden. An gewissen Stellen lag sogar bis Ende April Schnee auf dem Platz“, erklärt der Head Greenkeeper Daniel Speer. „Trotzdem hat meine Arbeit bereits Anfang April angefangen. Es gab viel Administratives zu tun, und auch unsere Maschinen mussten wieder für ihren Einsatz vorbereitet werden. Zudem haben wir einige Greens mit der Schneeschleuder von Schnee befreit.“

Schneeschleuder_blog

Daniel Speer ist seit 2013 auf dem Golfplatz in Andermatt und kennt die Tücken des Platzes. Durch das Eis, das sich im Winter bildet, entstehen Schäden, die sich zum Teil über längere Zeit nicht auswachsen. „Wo viel Eis gelegen ist, kontrollieren wir die Schäden mit Stichproben. Wir schauen ob der Vegetationsknoten der Gräser noch gesund ist. Denn wenn das Eis zu lange auf den Greens liegt, bekommt das Gras keinen Sauerstoff und erstickt. An diesen Stellen muss dann neu angesät werden.“

Eischaden_blog 1 Eischaden_blog 2

Damit nach dem langen Winter die Gräser wieder richtig atmen können werden alle Fairways gestriegelt. Das stellt die Gräser wieder auf und die Luft kommt gut dazu. „Das Striegeln entfernt auch das Unkraut. Einige Winterkrankheiten bilden eine papierartige Schicht, fast wie einen Filz, auf dem Rasen. Diese wird so aufgerissen und lässt die Luft wieder zirkulieren.“ Alles in allem ist Daniel Speer aber sehr zufrieden mit dem Zustand des Platzes. „Wir hatten zum Glück fast keine Typhulafäule, und der Pilzbefall war nur oberflächlich, so dass er wieder rauswächst. Diese zwei Krankheiten sind auf Golfplätzen verbreitet.“

Striegeln_blog

Zu den Frühlingsarbeiten gehört auch die Kontrolle der Drainagen. „Besonders wo die Bahnen auf Torf- oder Moorböden liegen, muss entwässert werden. Das Gerät, mit dem wir die Drainagerohre in den Boden legen, macht einen Schlitz, der rund 60 cm breit ist. Über dem Rohr wird mit Grobkies aufgefüllt.“ Weil die Rohre relativ klein sind, müssen sie regelmässig kontrolliert werden. Daniel Speer und sein Team wissen genau, wo solche Entwässerungen eingelegt werden müssen.

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Wer diese Tage am Golfplatz vorbeigeht, sieht die Arbeit der Greenkeeper ganz deutlich. Eines der Highlights ist der erste Schnitt. „Die Schnitthöhe beträgt 6 mm. Dann sieht man erst so richtig wie die Greens den harten Winter überstanden haben. Wenn das satte Grün zum Vorschein kommt freut sich der Greenkeeper – und später auch der Golfer.“ Und das bedeutet: Golfschläger rüsten. Am 29. Mai geht der Golfplatz in Andermatt auf und wird auch dieses Jahr begeistern; durch seinen guten Zustand und die atemberaubende Aussicht ins Urserental.

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Bis zum ersten Tee Off gibt es aber für das 6-köpfige Greenkeeping-Team noch eine Menge Arbeit zu erledigen.

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