Skip to navigation (Press Enter) Skip to main content (Press Enter)
Andermatt Swiss Alps

Urner Premiere im Untergrund

Titel_blog

Mit dem Bau des Tourismus Resorts sind auch die Bedürfnisse an die Ver- & Entsorgung (Frischwasser, Meteorwasser, Schmutzwasser, Strom) gestiegen, was dazu führt, dass viele neue Werkleitungen gebaut werden müssen. Im Falle des Meteor- und des Schmutzwassers etwa baut die Andermatt Swiss Alps AG zusammen mit Abwasser Uri ein komplett neues Leitungssystem, welches gleichzeitig das bestehende Mischwassersystem durch ein modernes Trennsystem ersetzt.

Röhre Horizontal_Blog Baugrube_blog

Das Meteorwasser (‚Regenwasser‘) fliesst zukünftig nicht mehr in die ARA, sondern durch einen neuen Meteorkanal direkt in die Schöllenenschlucht. Das Schmutzwasser wird auch zukünftig in die ARA geführt. „Früher wurde Schmutz- und Regenwasser nicht separat abgeführt. Das Trennsystem hat den Vorteil, die Kläranlage von grossen Regenwassermengen zu entlasten. Die Aufbereitung des Schmutzwassers wird kostengünstiger“, erklärt Urs Herger, Projektleiter bei der Andermatt Swiss Alps AG.

Bild 4_blog

Die vom Dorf her kommenden Werkleitungen liegen im Bereich des Resort sehr tief, vier bis sechs Meter unter der Erde. Sie haben im Fall der Schmutzwasserleitungen einen Durchmesser von ca. 50 cm, beim Meteorwasser gibt es Durchmesser von bis zu 2 m. „Das Verfahren, mit dem wir die Rohre verlegen, ist neu und wird im Kanton Uri erstmals angewendet“, führt Herger aus. „Sie werden nicht wie früher einbetoniert, sondern mit flüssiger Erde umhüllt. Dazu sieben wir die Erde vom Aushub, mischen eine Art Ton (Betonit), Zement und Wasser bei, und leeren diesen Schlamm wieder zurück. Durch seine flüssige Konsistenz wird das Rohr richtig umhüllt.“ Dieses Verfahren hat diverse Vorteile: die Bodenbelastung ist aus umwelt-technischer Sicht sehr gering; da die Rohre gut umschlossen sind, ist der allseitige Druck ausgeglichen; die flüssige Erde trocknet so schnell, dass man bereits nach zwei Stunden wieder darauf herumlaufen kann, und sollte etwas mit dem Rohr passieren, lässt sich der befestigte Boden einfach aufbaggern. Die Rohre müssen im Fall einer Reparatur nicht aufwändig von Beton freigespitzt werden.

Bagger_blog anreichern_blog

Die Verlegung der Rohre bringt aber auch Herausforderungen mit sich. „Um die Baugruben trocken zu halten, mussten im Extremfall 8- bis 10‘000 Liter Grundwasser pro Minute weggepumpt werden. Wir reinigen und neutralisieren das Wasser, bevor es zurück in die Reuss geleitet wird. Diese Vorgänge werden durch Umweltbaubegleiter und das Amt für Umwelt regelmässig kontrolliert“. In ungefähr einem Jahr sind alle Rohre der jetzigen Etappe verlegt. „Den ersten Meilenstein haben wir aber schon erreicht, denn ohne Verlegung der neuen Leitungen wäre der Start der Bauarbeiten für das zweite Hotel nicht möglich gewesen. Die alte Linienführung der Mischwasserleitung tangierte das Baufeld des Hotels stark. Die neue Linienführung liegt nun ausserhalb des Bauperimeters des Hotels. Den zweiten Meilenstein werden wir erreicht haben, wenn alle Leitungen im Boden sind und wir mit der darüberliegenden Brücke, die vom Kreisel ins Resort führt, beginnen können. Zurzeit laufen diese Arbeiten auf Hochtouren. Wir sind zuversichtlich, dass wir unseren eng gesteckten Zeitplan einhalten können.“

Letztes_blog

Die momentan in Arbeit stehende ‚Leitungs-Etappe‘ kostet rund fünf Millionen Franken. Die Kosten werden zwischen der Abwasser Uri und der Andermatt Swiss Alps AG nach dem Verursacherprinzip geteilt.

Neuen Kommentar schreiben

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus.