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Andermatt Swiss Alps

Klassische Klänge im The Chedi Andermatt

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Im The Chedi Andermatt steht ein weiteres musikalisches Highlight an. Die Pianistin Yu Kosuge spielt am 30. Oktober mit einem Ensemble der Berliner Philharmoniker Werke von Brahms und Fibich. Wir haben mit dem Hornisten Stefan Dohr im Vorfeld über das Konzert, die Komponisten und Andermatt gesprochen.

 

Stefan Dohr, das letzte Mal haben Sie in einer Kirche gespielt, diesmal ist es ein Konzertsaal im Hotel The Chedi Andermatt. Macht das für Sie einen Unterschied?
Das macht mit Sicherheit einen grossen Unterschied. Kirchen haben eine sehr spezielle Akustik, die schwer zu bändigen sein kann. Den Konzertsaal im The Chedi Andermatt kenne ich noch nicht und bin sehr gespannt. Es ist immer aufregend, einen neuen Saal kennenzulernen.

Realisieren Sie das «Wiedersehen mit dem Ort» oder sind Sie so intensiv an immer unterschiedlichen Orten unterwegs, dass es ein bisschen wie «ein Film» an Ihnen vorbeizieht?
Natürlich steht die Musik im Fokus, wenn ich als Hornist unterwegs bin, aber dennoch ist es mir immer wichtig, die Umgebung wahrzunehmen. Und da ich die Natur und die Berge im Speziellen liebe, werde ich versuchen, so viel von Andermatt zu sehen, wie möglich. Im letzten Jahr war es leider nur eine sehr kurze Stippvisite. Einige Impressionen sind dennoch geblieben. Dieses Mal ist mein Aufenthalt glücklicherweise etwas länger – wenngleich immer noch zu kurz.

Im Oktett hatten alle Musiker einen solistischen Part, jetzt spielen Sie mit der Pianistin Yu Kosuge. Wie schnell kann man sich auf eine Solistin einstellen und haben Sie jeweils die Gelegenheit zu proben?
In den beiden Trios von Johannes Brahms sind die drei Musiker jeweils solistisch gleichberechtigte Partner, auch wenn das Trio für Horn, Violine und Klavier zum Frühwerk gehört, während das Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier erst sehr spät entstand. Die Musiker begegnen sich auf Augenhöhe zu einem ausgewogenen musikalischen Austausch. Im Quintett von Fibich übernimmt das Klavier eher einen begleitenden Part, ähnlich dem eines Orchesters bei einem Solokonzert. Wir haben also zwei im Ansatz ganz unterschiedliche Ausrichtungen und beim Trio zusätzlich noch zwei unterschiedliche Besetzungen, auf die sich Yu Kosuge einstellen musste. Die Zusammenarbeit hat jedoch vom ersten Ton an hervorragend funktioniert. Wir haben uns für die drei technisch und musikalisch anspruchsvollen Werke viel Zeit zum Proben genommen und hatten dabei aber auch jede Menge Spass.

Gehören Werke von Johannes Brahms und Zdeněk Fibich zu ihrem Standardrepertoir?
Die Trios von Brahms gehören sicherlich zum Standardrepertoire der Kammermusik. Sie sind Meilensteine, an denen sich besonders Klarinettisten und Hornisten messen lassen müssen. Das Quintett von Fibich ist ein Stück, dem meiner Meinung nach absolut zu Unrecht nicht genügend Beachtung geschenkt wird. Auch wir sind eher zufällig darauf gekommen, weil es diese eher ungewöhnliche Besetzung von Violine, Violoncello, Klarinette, Horn und Klavier hat und daher die Besetzungen der beiden Trios verbindet. Aber wir alle hoffen, es künftig noch sehr oft spielen zu können. Es ist wirklich wunderschöne, tief romantische Musik, geistreich und originell. Ich kann das Werk allen Kollegen und Veranstaltern wärmstens ans Herz legen.

Ihre Mitmusiker spielen auch bei den Berliner Philharmonikern. Sind Sie öfters in dieser kleineren Zusammensetzung unterwegs?
Das ist eine interessante Frage. Als wir anfingen, uns für das Konzert vorzubereiten, war es so, als hätten wir schon ewig in dieser Besetzung gespielt. Tatsächlich aber ist es das erste, mit Sicherheit jedoch nicht das letzte Mal.

Werden Sie diesmal etwas Zeit haben, sich Andermatt anzusehen?
Im letzten Jahr sind wir mittags angereist und bereits abends, direkt nach dem Konzert, wieder abgereist. Damals habe ich mir fest vorgenommen, irgendwann einmal privat mit meiner Familie für ein paar Tage herzukommen. Das hat bislang zwar leider noch nicht geklappt, ist jedoch weiterhin in Planung. Immerhin werde ich dieses Jahr zum Konzert bereits am Vortag anreisen und es mir auf keinen Fall nehmen lassen, ein bisschen die Gegend zu erkunden. Darauf freue ich mich schon, seit ich bei dem Konzert zugesagt habe.

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