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Andermatt Swiss Alps

Andermatt stellt aus – zeitgenössisch und traditionell

«Kunst im Rohbau» heisst die neue Galerie, die in Andermatt ihre Türen geöffnet hat. Die zwei Initiantinnen und Kuratorinnen Mari Russi und Lesley Pollock haben in kürzester Zeit eine Ausstellung mit Prints des jungen portugiesischen Künstler Frederico Morim und den beiden Urschner Steinhauer Gedeon Regli senior und junior auf die Beine gestellt. «Wir hatten drei Wochen Zeit, aus diesem leeren Raum eine Galerie entstehen zu lassen. Dank der grossen Unterstützung von den Handwerkern aus Andermatt und auch weil wir uns selber mit der Bohrmaschine ans Werk gemacht hatten, haben wir es geschafft». Die Bilder von Frederico Morim geben den Raum Wärme und bringen die reduzierte Kunst von Vater und Sohn Regli zur Geltung.

Der Blickfang im Eingangsbereich ist «Die Wächterin». Eine übergrosse, schlanke Frauenstatue von Gedeon Regli junior, die noch in Bronze gegossen wird. Dann aber wird der Besucher bereits von den farbigen Prints an den Wänden angezogen. «Wir hatten keine Erwartungen, als wir hier die Galerie eröffneten – aber natürlich die Hoffnung, dass Andermatt bereit ist für eine Galerie. Und wir wurden nicht enttäuscht! Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv und wir haben auch bereits einige Bilder verkauft.» Darum haben die zwei Frauen auch beschlossen, die Ausstellung bis Anfangs März zu belassen. Zusätzlich werden in den Räumlichkeiten Workshops angeboten.

 

Doch nicht nur das Zeitgenössische bewegt Andermatt – im Talmuseum Ursern findet zurzeit eine Sonderausstellung «100 Jahre Schöllenenbahn» statt. Ruth Zigerlig, eine der Museumsmitarbeiterinnen, erklärt: «Es ist fast nicht vorzustellen, wie die Menschen früher hart und auch gefährlich gearbeitet haben, um die Schöllenen zu bezwingen. Diese Bahn ist für uns in Andermatt der Schlüssel zum Unterland.» Und darum habe sie auch viel mehr, als nur eine nostalgische Ausstrahlung. Nicht nur die Besucherinnen und Besucher, die an den geschichtlichen Fakten interessiert sind, kommen bei der Ausstellung auf ihre Kosten. Zusammengetragen und aufgeführt wurden auch sämtliche technischen Daten. Ruth Zigerlig schmunzelt und bestätigt: «Tatsächlich haben wir vorallem Männer, die unsere Ausstellung besuchen – und Bähnler.» Die Sonderausstellung im Talmuseum Ursern ist noch bis am 15. April.

Eine dauerhafte Kunstinstallation erhält Andermatt zudem im Frühjahr. Der in New York wohnhafte und aus Brunnen stammende Künstler Ugo Rondinone wird mit einer markanten Skulptur den neuen Kreisel, der den Weg zum Resort weist, gestalten.

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